Dance4Fans (oft auch als Dance for Fans bezeichnet) ist eine vom Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverband entwickelte Tanzform. Das Konzept fokussiert sich darauf, Choreografien im Stil aktueller Popstars, Musikvideos und Bühnenshows zu erlernen. Stilistisch werden dabei moderne Tanzrichtungen wie Hip-Hop, Streetdance, Jazz, Contemporary und Latin kombiniert. In der Regel entwerfen Choreographen zu einer festgelegten Liste von Liedern Choreographien, die dann in Tanzschulen erlernt werden können, zum Beispiel in der Tanzschule Grasy in Nebringen.
Dort haben auch Noa, Mailin (beide Klasse 10) und Mailins Schwester Laura, die nicht am AGH ist, ihre Leidenschaft für Dance4Fans entdeckt. Zusammen haben sie im Mai an den Deutschen Meisterschaften in Heiligenhafen teilgenommen, allerdings in unterschiedlichen Altersgruppen: Noa bei den Juniors, Mailin bei den Adults, wo das Feld weitaus größer ist. Sowohl Mailin als auch Noa haben mit Ballett angefangen, bevor sie ihre Liebe zu Dance4Fans entdeckt haben. Ins Wettbewerbstanzen sind sie 2022 nach Corona eingestiegen. Mailin hat seit dieser Zeit bereits Bühnenerfahrung gesammelt: Bei drei Konzerten von DJ Bobo war sie als Tänzerin dabei.
Aber wie läuft so ein Wettbewerb ab? Noa und Mailin erzählen, dass es bei der DM drei Runden gab, in denen jeweils die Hälfte der 20-30 Teilnehmenden ausschied. Getrennte Wettbewerbe für Männer und Frauen gibt es nicht. Bewertungskriterien sind Ausdruck, Technik, Befolgen der Choreographie, Show und Image. Wer vordere Plätze erreicht, qualifiziert sich für die Europameisterschaften. Noa und Laura ist das bereits gelungen, Mailin muss noch zittern, kann sich aber ebenfalls noch nach Punkten qualifizieren.
Und wie viel Zeit muss man aufwenden, um derartige Erfolge zu erzielen? Noa und Mailin berichten, dass sie zwei- bis dreimal pro Woche tanzen. Daneben besuchen sie gelegentlich Wochenendworkshops oder Conventions. Mailin unterrichtet neben der Schule kleine Kinder im Tanzen und macht eine Ausbildung in der Stilrichtung „Star Moves“, mit der sie sich als Coach qualifiziert.
Dass sie auch in Zukunft irgendetwas mit Tanzen machen möchten, steht für beide fest: Profitänzerin wäre ein Traum, aber Noa kann sich auch eine Ausbildung als Tanzpädagogin vorstellen. Zunächst steht aber die Europameisterschaft im November in Wilhelmshafen an. Wir drücken ganz fest die Daumen!




