Unter den Top 10 in Süddeutschland: Debating-AG des Andreae-Gymnasiums in Heidelberg

Vom 20. bis 22. März 2026 verwandelte sich Heidelberg zum Schauplatz des großen Abschlusswochenendes der Debating Society Germany. Unter den 44 teilnehmenden Teams aus ganz Süddeutschland trat auch die Delegation des Andreae-Gymnasiums Herrenberg (AGH) an, um sich auf höchstem rhetorischem Niveau mit den besten Schulen des Landes zu messen.

Ein Lauf mit bitterem Ende

Die Bilanz des Teams las sich phasenweise wie ein Durchmarsch: Mit einer beeindruckenden Serie von fünf Siegen bei null Niederlagen setzte das AGH zu Beginn ein deutliches Ausrufezeichen. Doch das Niveau in Heidelberg war extrem hoch und die Luft an der Spitze dünn. In den folgenden Debatten wendete sich das Blatt – oft nur um Haaresbreite. Drei Niederlagen fielen denkbar knapp aus, eine weitere Entscheidung der Jury blieb bis zum Schluss umstritten.

Besonders schmerzhaft verlief das Achtelfinale. In einem rhetorischen Schlagabtausch auf Augenhöhe gegen das Ernst-Siegle-Gymnasium Kornwestheim fehlten am Ende nur Nuancen für das Weiterkommen. Dass es in der Endabrechnung für Platz 10 von 44 reichte, spiegelt die tatsächliche Leistung des Teams nur bedingt wider. Rein qualitativ hätte die Gruppe den Einzug in die Finalrunde der besten acht Teams zweifellos verdient gehabt.

Mehr als nur Argumente

Trotz des knappen Ausscheidens war die Exkursion ein Erfolg auf anderen Ebenen. Debating ist mehr als das bloße Vortragen von Argumenten; es ist ein Training für das Leben. Die Schülerinnen und Schüler bewiesen unter Zeitdruck Nervenstärke, analytischen Scharfsinn und eine Verlässlichkeit, die das soziale Gefüge der Gruppe stärkte. Das Team präsentierte sich als geschlossene Einheit, die auch mit strittigen Niederlagen professionell umzugehen wusste.

Kader und Unterstützung

Für das Andreae-Gymnasium waren im Einsatz:

Team: Adrian Lutz, Simon Gerbith, Hannah Karkat, Amelie Titze, Arina Tropina, Elif Alamanoglu, Friederike Sarnowski und Sonea Frank.

Betreuung: Jona Häfele und Jan Bauer.

Ein solches Event ist ohne finanzielle Rückendeckung kaum realisierbar.

Ein besonderer Dank gilt daher der Bürgerstiftung Herrenberg sowie dem Förderverein der Schule (efa), deren Unterstützung diese wertvolle außerunterrichtliche Erfahrung ermöglicht hat.

Platz 10 in einem so hochkarätigen Feld ist ein solides Fundament – die Debatte über die knappen Urteile wird das Team sicher als Ansporn für die kommende Saison mitnehmen.