АБВГДЕ…: Kyrillisch Lesen leicht gemacht

Am 31. Januar fand der von der Fachschaft Russisch organisierte Alphabetisierungskurs Russisch für 7.-Klässler*innen und ihre Eltern statt.

Bald stehen für die 7. Klassen die Wahlen des Profilfachs für Klasse 8 an. Eine Wahlmöglichkeit ist dabei das Fach Russisch. So mancher macht sich jedoch Sorgen, dass die kyrillische Schrift vielleicht zu kompliziert zu lernen sein könnte, weshalb die Fachschaft Russisch jedes Jahr einen Vormittag veranstaltet, an dem sich Eltern und Schüler*innen am Lesen der russischen Buchstaben versuchen können.

Zunächst gab es zur Einstimmung einen kurzen Vortrag von Frau Tziolas über die Geschichte der kyrillischen Schrift. Diese geht auf eine von dem Mönch Kyrill im 9. Jahrhundert entwickelte Schrift zurück, die die Besonderheiten der slawischen Sprachen wiedergeben sollte. Heute wird das kyrillische Alphabet noch für verschiedene osteuropäische Sprachen benutzt, beispielsweise das Russische, Ukrainische und Bulgarische. Im Russischen umfasst das Alphabet insgesamt 33 Buchstaben, mehr also als unser lateinisches Alphabet. 6 dieser Buchstaben sind mit unseren Buchstaben identisch, 6 weitere sehen aus wie Buchstaben unseres Alphabets, klingen jedoch anders, und alle restlichen Buchstaben scheinen uns völlig fremd.

Diese 33 Buchstaben galt es dann zu erlernen. An vier verschiedenen Lern- und Trainingsstationen wurde fleißig geübt, gelesen und entziffert – unterstützt von den Russischlehrerinnen Frau Tziolas und Frau Weber sowie Schüler*innen aus der 8. Klasse, die seit einem halben Jahr Russischunterricht haben und schon längst nicht nur lesen, sondern auch Russisch schreiben und sprechen können. Damit man bei all der Arbeit bei Kräften blieb, war für das leibliche Wohl natürlich auch bestens gesorgt: Es gab allerlei Leckereien sowie das russische Nationalgetränk: Tee.

Im Anschluss an die Übungsphase kamen alle wieder zusammen, um sich eine kurze Präsentation zweier ukrainischer Schüler*innen anzuhören, die die Unterschiede zwischen dem russischen und dem ukrainischen Alphabet aufzeigten. Und dann kam der spannende Moment: Würden alle Teilnehmenden die Anekdote lesen können, die zunehmend aus kyrillischen Buchstaben bestand? So viel sei verraten: Am Ende des Vormittags konnten alle stolz auf sich sein und mit einem Zertifikat nach Hause gehen. Und vielleicht sieht man sich ja im kommenden Schuljahr im Russischunterricht wieder?

Herzlichen Dank allen Organisatorinnen, Helfer*innen, Bäcker*innen und Vortragenden fürs Gestalten dieses kurzweiligen und informativen Vormittags.